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Ein großer Schritt – Umzug in den Klinik-Neubau am Diak

Seit dem 30. Juni 2018 ziehen die ersten Patienten aus dem Diak-Hochhaus in den Neubau des Diakonie-Klinikums um. Zu ihnen gehört auch Gertrud Schiefer aus Mainhardt mit 102 Jahren. Der allererste Patient, der das neue Gebäude bezieht, ist Karl Horlacher aus Vellberg. Beide Patienten freuen sich über die modernen, freundlichen und funktionellen Zimmer, mit Toilette, Waschtisch und Dusche.  

Auf vier Stockwerken stehen seit dem Wochenende gut ausgestattete Zimmer mit Badbereich und umfassendem Verpflegungsangebot zu optimalen Patientenversorgung zur Verfügung. Bei voller Belegung können 336 erwachsene Patienten im Neubau betreut werden. Zusammen mit der 2014 eröffneten neuen Klinik für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 58 Plätzen können jetzt, 80 Jahre nach dem Bezug des Diak-Hochhauses im Jahr 1938, insgesamt 392 große und kleine Patienten in neuen Gebäuden versorgt werden. Das sind 80% der insgesamt 492 Betten, die das Diakonie-Klinikum im Krankenhausplan offiziell führt.  

Im Hochhaus bleiben vorerst der Kreißsaal auf Station H 3.2, die Frauenklinik sowie die Urologische Klinik und die Hals-Nasen-Ohrenklinik. Bis auf den Kreißsaal ziehen diese Kliniken bereits im Herbst in die Räume der bisherigen Wahlleistungsstationen im 4. Stock des Hochhauses. Damit verbessert sich auch die Unterbringung dieser Patientinnen und Patienten erheblich.  

„Die größten Nutznießer des Neubaus sind natürlich unsere Patienten“ erklärt Michael Kilb, Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums. „Und natürlich auch die Pflegekräfte“ ergänzt Pflegedirektorin Dorothea Lehmann. Seit Monaten hat sie den Umzug mit ihren Mitarbeiterinnen geplant und immer wieder in Gedanken und Gesprächen durchgespielt. Räume wurden zugeteilt, neue Teams gebildet. Medikamente, Verbandsmaterial, Rollstühle, Gehhilfen, Infusionsständer, Stationswäsche, neue Dienstkleidung. Alles musste bedacht und geplant werden, wie bei einem eigenen Umzug. Was kann umziehen, was muss neu gekauft werden? Die Pflegekräfte sind dankbar, dass das Diakonie-Klinikum zum Einzug in den Neubau große Teile der Ausstattung neu gekauft hat. „Allein die 350 neuen elektrischen Betten haben eine Million Euro gekostet“ erläutert der kaufmännische Direktor, Dr. Peter Haun. Sie erhöhen nicht nur den Komfort für die Patienten, sondern entlasten auch die Pflegekräfte, weil die Kranken ihre Liegeposition mit einem Taster selbst so einstellen können, dass sie sich wohlfühlen.  

Die Arbeit des Vorbereitungsteams war enorm: Einkauf, Logistik, Hauswirtschaft, Medizin- und Informationstechnik, Pflegedienstleitung und natürlich die Abteilung Bau und Technik hatten den Umzug wochenlang intensiv und in enger Absprache vorbereitet. „Dieses Team wird auch in den kommenden Monaten noch eng bei der Beseitigung von kleineren Mängeln und bei der Optimierung der Abläufe zusammenarbeiten“, ist sich Dr. Haun sicher.  

Außergewöhnlich ist auch die Leistung der vielen Handwerker, die in den letzten Wochen und Monaten alles gegeben haben, um den Umzug zu ermöglichen. Als Beispiel für viele seien die Mitarbeitenden der Firmen Windmüller (Klimatechnik) und Speidel (Elektrik) aufgeführt, deren großes Engagement und hohe Fachkompetenz auf der Zielgeraden besonders gefragt war.  

Nicht alle Bereiche sind gleichzeitig fertig geworden. Deshalb ziehen manche medizinische Abteilungen im Verlauf der ersten Juli-Woche um. Die Küche und die neue, moderne Cafeteria sollen am nächsten Wochenende in Betrieb gehen. Für Ende Juli ist der komplizierte Umzug des Labors im laufenden Betrieb geplant. Zuletzt folgt die Apotheke, die nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen den Betrieb im September vervollständigt. Am 15. September kann sich dann die Bevölkerung, bei einem Tag der offenen Tür ein Bild von den Räumlichkeiten und neuen Möglichkeiten auf dem Diak-Gelände machen.  

„Der Bezug eines neuen Krankenhauses ist ein unglaublicher Kraftakt mit sehr vielen Beteiligten“, meint der Ärztliche Direktor PD Dr. Lothar Jahn. „Ich glaube, es hat sich gelohnt, und ich bin gespannt auf das, was nach dem 1. Bauabschnitt folgt.“  

Der Bezug des ersten Bauabschnittes ist kein Abschluss, sondern Ausgangspunkt für Weiterentwicklung. Die Planung und Umsetzung des 2. Bauabschnittes ist die notwendige Fortsetzung des bisher Erreichten. Das nächste Zwischenziel ist die Generalsanierung des bestehenden Waldhauses auf dem Diak-Gelände.